„Jetzt sitzt er wirklich gleich auf meinem Schoß“, sagte ich lachend, während der große Rüde sich besitzergreifend an mich kuschelte. „So, und jetzt Platz machen. Belial, mach Platz. “ „Ich kann nicht“, sagte er – zumindest stellte ich es mir so vor, während er sich noch fester an mich drückte.

Ich wollte gerade mit Jenny tauschen, durfte nicht 14 Uhr verpassen, und dann stand da diese riesige Fellnase, die einfach keine Anstalten machte, mich loszulassen. „Na gut, dann machen wir uns gleich auf den Weg. “ Ich gab ihm noch einen dicken Kuss auf die Stirn. „Genau das, was manche suchen.
“ Dann stand ich auf, bedankte mich für die Sonnenbrille, die ich draußen gleich brauchen würde, und versuchte, mich von dem ganzen Fell zu befreien. „Oh mein Gott, so viel Fell hast du, ne? “, seufzte ich und wusste schon, dass meine Sachen danach wieder in die Wäsche mussten. Aber es war ja nicht schlimm – die Hauptsache war, wir konnten ein bisschen kuscheln.
Ich meldete mich zurück im Chat und schlug vor, noch kurz bei den Spitzen vorbeizurennen, da wir da eh vorbeigingen. Meine Nase juckte, Fell hing mir im Gesicht, und Belial sollte brav warten. „Heute noch einmal mein Junge“, sagte ich zu ihm und nahm die Bürste zur Hand. „Das hier ist übrigens das Tor, das mich immer killt.
“ Diesmal ging es ganz reibungslos – der Vorführeffekt. Er hatte sich nur kurz verlaufen, war wieder so informiert, dass er sein Geschäft und Getrick fast vergessen hätte. „Jaro, kannst du mir Leute zeigen? Wenn du aus deinem Leben dieses Jahr spucken würdest, dann wäre es perfekt.
“ Ich gab ihm Spitzküsse, lachte, und meinte: „Oh mein Gott, sie sind so perfekt, ich liebe sie so sehr. “ Jenny fragte, ob es neue Anfragen gäbe. „Ja, ich habe jetzt ein paar allgemeine Leute, die wirklich gut sind, die gar nicht festgelegt sind, die lasse ich jetzt alle kommen die nächsten Tage vielleicht. “ Nicht explizit für die Spitze, aber es gab ein paar ganz gute Anfragen – und vielleicht verliebte sich ja einer in einen von den beiden.
Ich erklärte, dass Jaro das besser konnte, wenn man vor ihm stand. „Warte, du musst kurz aufmachen. Geh mal rein. “ Jenny lachte: „Na, ich gehe jetzt nicht rein.
Ich übergebe jetzt das Handy an Jenny. “ Dann zeigte sie auf mich: „Du liebst ihn. “ „Ich liebe ihn auch“, gab ich zu. „Bitte, bitte mach das Kommando.
“ Er machte es, und ich war gerührt: „Oh, und er kann das schon richtig lange. “ Jenny drängte: „Mach du auch einmal. Bitte, bitte. “ „Du machst das toll“, sagte ich weinend fast.
„Guck mal, sie ist mein Kind. Ist schon die große Liebe. “ Wir redeten darüber, dass ich nicht 6. 000 oder 7.
000 Euro für Oly hätte ausgeben müssen, dann hätte ich vielleicht noch einen Spitz nehmen können. „Vielleicht monatlich sehr viel, typisch Berlin“, scherzte ich. Dann erwähnte ich, dass das Zyklosporin für 30 Tage 300 bis 400 Euro kosten würde – furchtbar. „Und er kriegt ja noch ein paar andere Sachen.
“ Aber nein, sie konnte ein anderes Zuhause haben. „Ich habe genug junge Hunde, aber wenn ich einen nehmen würde, dann würde ich diesen nehmen. “
Ich verabschiedete mich vorerst von den Hunden und kündigte an, noch zu den Katzen zu gehen. „Die ist auch mit Katzen fein.
Die brauchen nicht, aber die ist auch ganz nett mit den so. “ Die Hunde hatten so viel Energie, das war unfassbar. Ich warf kurz die Mülltüte weg, wusch mir die Hände und versuchte, mich wenigstens ein bisschen zu enthaaren, bevor es zu den Katzen ging. Vielleicht hatte Jenny ja auch andere Pläne – man wusste nie, was die Frau sich einfallen ließ.
Ich brachte noch kurz die Snacks von Rosalie weg, dann gab es endlich wieder ein bisschen Jenny Content. Und dann, wie aus dem Nichts: „Da haben wir 15. 000 Euro gewonnen – nicht gewonnen, da wurden 15. 000 Euro insgesamt gespendet.
“ Das war die Nachricht, die alles verändern sollte.


