Die Nacht in Berlin war kühl und elegant, als Konstantin von Stein im privaten Speisesaal des Kaiserhofs saß. Um ihn herum die Elite der Stadt, seine Mutter in makellosem Schwarz, sein Bruder Gregor mit einem Lächeln, das zu glatt war. Konstantin hatte gerade den Deal seines Lebens abgeschlossen: Expansion nach Dubai und Hongkong. Er fühlte sich unbesiegbar.

Dann zersplitterte Glas. Rotwein ergoss sich über seinen maßgeschneiderten Anzug. Eine junge Kellnerin kniete vor ihm, die Hände zitternd. Wut stieg in ihm auf, doch sie flüsterte: “Verzeihen Sie, aber dieser Wein war vergiftet.
”
Er starrte sie an. Sie erklärte hastig, sie habe gesehen, wie ein neuer Kellner etwas in sein Glas getan und es dann vertauscht habe. Konstantin blickte auf das unberührte Glas neben sich. Jemand wollte ihn töten.
Er stand auf, rief die Sicherheit, niemand durfte das Restaurant verlassen. Seine Gäste erstarrten. Gregor lehnte sich zurück, ein winziges Lächeln auf den Lippen. Konstantin wandte sich an die Kellnerin, Nadin.
“Warum haben Sie das getan? ”
“Ich konnte nicht zusehen, wie Sie sterben”, sagte sie. Der Kellner war verschwunden, nur seine Uniform blieb zurück. Konstantin wusste, dass der Feind näher war, als er dachte.
Er sah Gregor an, der nicht überrascht wirkte. Der Verdacht fraß sich in ihn hinein. Er schickte die Gäste nach Hause, ließ Gregor unter Beobachtung stellen und ging mit Nadin in sein Büro. Er bot ihr Geld, doch sie lehnte ab.
“Ich wollte nur nicht, dass jemand stirbt. ”
Dann fand sein Sicherheitschef ein Handy in der Küche. Eine Nachricht: “Es muss heute passieren, sonst ist es zu spät. ” Der letzte Anruf war an Gregor gegangen.
Konstantin hatte die Bestätigung. Er konfrontierte Gregor nicht sofort. Er wollte erst mehr Beweise. Nadin blieb an seiner Seite, obwohl sie Angst hatte.
Als sie nach Hause ging, wurde sie von einem Mann angegriffen, der sie warnte, Berlin zu verlassen. Sie konnte entkommen, und Konstantin holte sie in seinem Auto ab. Er brachte sie in sein Anwesen. “Ab jetzt wirst du nicht mehr allein sein.
” Sie schlief in einem Gästezimmer, doch in der Nacht drang ein Sicherheitsmann ein. Konstantin überwältigte ihn. Der Mann gestand: Gregor hatte ihn bezahlt, um Nadin zu entführen. Konstantin rief Gregor an.
“Jetzt ist Krieg. ”
Am nächsten Tag plante Konstantin, Gregor in eine Falle zu locken. Er wollte, dass Nadin sich Gregor näherte, um seine Verbündeten zu entdecken. Sie traf Gregor in einer Bar.
Er gab ihr eine Serviette mit einem Treffpunkt, einer alten Lagerhalle. Nadin ging mit einer Wanze im Ohr hin. Gregor zeigte ihr Dokumente über Felix Bergmann, einen ehemaligen Geschäftspartner. Er bot ihr an, auf seine Seite zu wechseln.
Sie sagte, sie brauche Zeit. Zurück bei Konstantin erklärte sie, sie habe Zeit gewonnen. Er beschloss, Gregor falsche Informationen zu geben: ein geheimes Treffen am nächsten Morgen. Nadin schickte Gregor die Nachricht.
Er biss an. Doch als Konstantin zum Treffen fuhr, verschwand sein Signal. Nadin und die Sicherheitskräfte fanden seinen leeren Wagen. Dann rief Gregor an: “Ich will, dass du kommst, Nadin.
Ich will sehen, auf welcher Seite du stehst. ”
Sie fuhr zur Lagerhalle. Konstantin saß gefesselt auf einem Stuhl, blutend. Gregor stand daneben, eine Waffe in der Hand.
“Entweder du erschießt Konstantin, oder ich erschieße euch beide. ”
Nadin weigerte sich. In diesem Moment stürmten Sicherheitskräfte die Halle. Schüsse fielen.
Gregor wurde am Arm getroffen. Nadin befreite Konstantin. Er hielt die Waffe auf Gregor, ließ sie aber sinken. “Ich bin nicht wie du.
”
Sie flohen, während die Polizei eintraf. Gregor wurde festgenommen, doch Konstantin wusste, dass er bald wieder frei sein würde. Er hatte Kontakte, Anwälte. In der Nacht im Anwesen gestand Konstantin seine Müdigkeit.
Nadin schlug vor, alles hinter sich zu lassen. “Komm mit mir weg. ” Er fragte, ob sie mitkommen würde. Sie sagte ja.
Am nächsten Morgen wurde Gregor aus der Haft entlassen. Konstantin sah ihn im Fernsehen, wie er lächelte. Doch er entschied sich, nicht zu reagieren. Er nahm Nadins Hand.
“Lass uns gehen. ”
Sie fuhren davon, ließen Gregor und seine Welt hinter sich. Konstantin hatte eine Wahl getroffen: nicht Rache, nicht Macht, sondern Freiheit.


