Die Mikrofonprobleme waren mal wieder da. Nichts funktionierte, wie es sollte, und ich saß da und versuchte, die Technik zum Laufen zu bringen. Jenny zog Kabel raus, steckte sie neu ein, und irgendwann klappte es dann doch – nachdem wir uns alle einig waren, dass 95 % aller IT-Probleme durch Ausschalten und Wiedereinschalten gelöst werden. „Starling ist bestellt”, sagte ich.

„Ich hoffe, das hat bald ein Ende. Das ist so nervig. ”
Dann kamen die Pakete. Zwei, drei Päckchen wollten wir auspacken, und es war heiß an diesem Tag, 28 Grad etwa.
Die Hunde würden später nur kurz rausgehen müssen. Der Maulkorb war angekommen, ein richtig dickes Ding, aber der Hund ist ja auch groß. „Alternativ als Hut”, scherzte ich. Jenny fummelte mit dem Greifwerkzeug herum, weil ich mich nicht viel bewegen sollte.
Nicht, weil ich faul war, sondern weil ich einfach nicht zu viel machen durfte. Also packte sie die Sachen aus – Katzenstreu, doppelte Säcke, gespendet von Roll Apple Chris. „Vielen, vielen lieben Dank”, sagte ich. „Das hilft.
Ich wünschte, es würde reichen, aber es hilft. ”
Katzenfutter war auch dabei, vier Paletten, und kleine Döschen. Alles für das Tierheim, für das Fest am 9. 05.
in Geltto. Wir hatten wieder einen Aufruf gestartet, was wir alles brauchten. Katzenstreu und Katzenfutter standen ganz oben auf der Liste. Dann kicherte ich über eine Karte, die ich aus dem Urlaub von einer Freundin bekommen hatte.
Der Nachsendeservice hatte den Aufkleber genau über den Text geklebt. „Manchmal kann man sich das nicht ausdenken”, sagte ich. Jemand fragte, ob auf der Spendenliste wirklich 10 kg Schokobons und 100 l Spezisiro stünden. „Welche Katze frisst das denn?
” Ich lachte. „Nein, das steht da nicht drauf. Das ist nur auf der Wishlist. ”
Wir waren wieder live, die Hunde sollten spielen, Just Dance, Inliner fahren.
Jenny wollte Inliner fahren, ich witzelte, sie solle die polieren. Sie ging sogar Eislaufen. Die Frau ohne Kopfbedeckung tauchte auch wieder auf. Sie hatte kein Mikro, weil sie gerade das Kind betreut hatte.
„Ihr fahrt heute Inliner zusammen. Ich hoffe, ihr habt sie frisch sauber gemacht”, rief ich. Jenny machte nur Spaß. Mika fragte, ob Isa dabei sei.
Natürlich war sie das, aber gerade nicht im Raum. Die beiden waren draußen. Wir hatten überlegt, mit Ot schwimmen zu gehen, aber das schafften wir nicht mehr. Jenny hatte das Auto geputzt, und da packten wir keinen nassen Hund rein.
Morgen hatten wir diesen Höllentrip des Jahrhunderts vor uns, den sie schon ein wenig fürchtete. „Nervenzusammenbruch im sauberen Auto ist leichter als im dreckigen”, sagte ich. Jenny stimmte zu. Dann kam das Kind ins Bild und kippte fast um.
Gimbel, der etwas chaotische Begleiter, wollte mir die ganze Zeit folgen. Ich versuchte, ihn zu ignorieren, aber er lief einfach hinter mir her. „Hallo Gimbel, du hast einen neuen Job”, rief ich. Gimbel sagte nein.
Er akzeptierte mich einfach nicht. Ich setzte eine kurze Kopfbedeckung auf, machte einen Zopf, setzte die Cappy auf. „Gehen wir”, sagte ich. „Kett nur Michelle.
”
Wir wollten zu den Kitten. Ich wollte unbedingt wissen, wie groß sie geworden waren. Die kleine Mama Hazel war wohl schon sehr schreckhaft geworden und ließ uns nicht richtig an sich ran. Ihr gutes Recht, aber ich hoffte trotzdem, dass wir sie zu Gesicht bekamen und sogar wiegen konnten.
Jenny hatte die Mütze mit der Antenne nicht auf, ich hatte meine Antenne vergessen. „Mist”, murmelte ich. Auf dem Weg dahin redete ich über die Tierpfleger. Sie hatten in der Küche immer eine Liste, was eingekauft werden musste, aber wieder hatten sie uns nicht Bescheid gesagt.
Also hatte ich es spontan auf die Amazon-Wunschliste gesetzt. „Falls jemand unseren Tierpflegern eine große Freude machen will – wir brauchen Sagrotan, Allzweckreiniger und Bodenreiniger. Fünferpack. Steht auf der Liste.
”
Ich lief die ganze Zeit rückwärts. Ich wusste auch nicht, warum. Dann standen wir vor der Tür. „Jetzt gucken wir mal bei Hazel rein.
Ihr habt eure Achterbahnfahrt erlebt. Die werdet ihr jetzt jedes Mal erleben, wenn ich mit Gimbel unterwegs bin. ”
Die kleinen Kitten waren da. Sie waren schon gewachsen.
Beim letzten Mal, vor genau einer Woche, hatten sie 93 und 116 Gramm gewogen. Jetzt setzten wir den großen auf die Waage. 188 Gramm. „Gut zugenommen.
Richtig gut. 70 Gramm in einer Woche, das ist ordentlich. ”
Das kleine Zarte hatte vorher 93 Gramm gehabt und jetzt 142. Auch sehr gut.
Die Augen waren noch ganz zu, sie waren erst knapp eine Woche alt. „Vielleicht sind sie beim nächsten Mal schon ein bisschen offen”, sagte ich. Ich zeigte den Unterschied zwischen den beiden. Man sah schon den Größenunterschied deutlich.
Dann setzten wir sie zurück zur Mama. „Hi, Maus, willst du deine Babys wieder haben? ” Hazel saß in ihrer Höhle und hatte ein bisschen vor sich hingeknurrt. Sie bekam noch einen Schlecksnack.
„Hat sie gut gemacht! “, sagte ich.


