TEIL 1 — DER ARZT AUS LINZ UND DIE MUTTER DES SPÄTEREN DIKTATORS
Wenn man an Adolf Hitler denkt, denkt man an Krieg, Diktatur, Verfolgung und die systematische Vernichtung von Millionen Menschen. Doch mitten in dieser Geschichte existiert ein scheinbarer Widerspruch, der Historiker bis heute beschäftigt: Während das nationalsozialistische Regime jüdische Menschen entrechtete, beraubte und aus dem Land trieb, erhielt ausgerechnet ein jüdischer Arzt einen ungewöhnlichen persönlichen Schutz. Sein Name war Eduard Bloch. Er war kein Politiker, kein reicher Industrieller und kein mächtiger Mann. Er war ein Arzt aus Linz, der Jahrzehnte zuvor eine verzweifelte Frau behandelt hatte. Ihr Name war Klara Hitler. Und ohne dass Bloch es wissen konnte, sollte diese Begegnung sein Leben für immer mit dem Mann verbinden, der später Europa in den Abgrund führen würde.

Eduard Bloch wurde am 30. Januar 1872 in Frauenberg geboren, damals Teil Österreich-Ungarns. Er stammte aus einer jüdischen Familie und entschied sich früh für eine medizinische Laufbahn. Nach seinem Studium in Prag diente er zunächst als Sanitätsoffizier in der österreichischen Armee. Diese Erfahrung prägte ihn. Er lernte, dass Krankheit keinen Unterschied zwischen Arm und Reich machte und dass ein Arzt manchmal in wenigen Minuten Entscheidungen treffen musste, die über Leben und Tod bestimmten. Ende des 19. Jahrhunderts führte ihn sein Weg nach Linz. Dort eröffnete er eine eigene Praxis und begann ein Leben, das zunächst vollkommen gewöhnlich erschien.
Bloch heiratete Lilli Kafka, und gemeinsam bekamen sie eine Tochter namens Trude. Die Familie lebte in Linz und war weitgehend in die Gesellschaft integriert. Bloch war bekannt dafür, auch Patienten zu besuchen, die sich eine aufwendige medizinische Behandlung kaum leisten konnten. Er verlangte nicht immer sofort Geld. Manchmal nahm er weniger Honorar. Manchmal wartete er. Gerade unter ärmeren Familien genoss er deshalb einen hervorragenden Ruf. Für seine Patienten war er nicht nur ein Arzt. Er war jemand, den man auch dann rufen konnte, wenn man nicht wusste, wohin man sich sonst wenden sollte.
Zu diesen Familien gehörte eines Tages die Familie Hitler. Klara Hitler lebte zu dieser Zeit in Linz und hatte bereits mehrere Kinder großzuziehen. Ihr Ehemann Alois war einige Jahre zuvor gestorben. Er war ein strenger, autoritärer Mann gewesen, dessen Verhalten das Familienleben stark geprägt hatte. Klara hingegen galt als ruhig, religiös und ihren Kindern tief verbunden. Einer dieser Kinder war Adolf, geboren 1889. Damals war er einfach ein schwieriger, träumerischer Junge mit künstlerischen Ambitionen. Niemand in Linz konnte wissen, welche Rolle er eines Tages in der Geschichte Europas spielen würde.
Im Jahr 1906 bemerkte Klara einen Knoten in ihrer Brust. Zunächst ignorierte sie ihn. Sie hatte einen Haushalt zu führen und Kinder zu versorgen. Wie viele Menschen ihrer Zeit hoffte sie vermutlich, dass die Beschwerden von selbst verschwinden würden. Doch die Schmerzen wurden stärker. Schließlich konnte sie nachts kaum noch schlafen. Anfang 1907 suchte sie Eduard Bloch auf. Der Arzt untersuchte sie sorgfältig. Was er dabei erkannte, war für ihn erschütternd: Die Krankheit war wahrscheinlich weit fortgeschritten.
Damals standen Ärzten längst nicht die Möglichkeiten moderner Medizin zur Verfügung. Es gab keine wirksame Chemotherapie, keine heutigen bildgebenden Verfahren und keine Behandlungsmöglichkeiten, die einen weit fortgeschrittenen Brustkrebs zuverlässig hätten kontrollieren können. Bloch wusste, dass Klara nur geringe Überlebenschancen hatte. Eine Operation war notwendig. Aber selbst diese Operation konnte das Leben der Patientin wahrscheinlich nicht retten. Trotzdem musste er ihr helfen. Und er musste entscheiden, wie er die Wahrheit vermitteln sollte.
Bloch erklärte zunächst nicht jedes Detail direkt Klara. Stattdessen sprach er mit ihrem Sohn Adolf. Der junge Mann war zu diesem Zeitpunkt fast achtzehn Jahre alt. Für ihn war seine Mutter die wichtigste Person in seinem Leben. Er hatte einen schwierigen Vater erlebt, war künstlerisch orientiert und fühlte sich seiner Mutter eng verbunden. Bloch musste ihm mitteilen, dass Klara schwer krank war und dass die Situation sehr ernst war. Adolf war erschüttert.
Die Nachricht traf ihn so hart, dass er seine Pläne in Wien unterbrach und nach Linz zurückkehrte. Seine Mutter sollte nicht allein sein. In den folgenden Wochen verbrachte er viel Zeit bei ihr. Später erinnerte sich Bloch daran, dass Klara ihre Krankheit mit bemerkenswerter Ruhe ertrug. Sie war tief religiös und betrachtete ihr Schicksal als etwas, das sie annehmen musste. Sie beklagte sich nicht ständig. Sie fragte nicht nach einem Wunder. Sie versuchte vielmehr, ihre Kinder zu beruhigen.
Die Operation fand in Linz statt. Dabei zeigte sich, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten war. Der Krebs hatte sich ausgebreitet. Bloch wusste nun endgültig, dass die Behandlung nicht mehr auf eine vollständige Heilung hoffen konnte. Für die Familie war diese Erkenntnis verheerend. Doch sie bedeutete nicht, dass Bloch aufgab. Im Gegenteil. Er suchte nach Möglichkeiten, Klara wenigstens noch etwas Zeit zu verschaffen und ihre Schmerzen zu lindern.
Eine Behandlung mit Jodoform wurde versucht. Über mehrere Wochen wurde die Wunde behandelt, wobei große Mengen der Substanz direkt auf das betroffene Gewebe aufgebracht wurden. Die Therapie war äußerst schmerzhaft und hatte schwere Nebenwirkungen. Für Klara bedeutete jeder Behandlungstag neue Qualen. Bloch wusste, dass er ihr damit nicht das Leben zurückgeben konnte. Aber er hatte als Arzt eine Verpflichtung. Solange eine Behandlung möglich schien, wollte er sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.
Die finanzielle Situation der Familie Hitler war schwierig. Klara konnte sich die Behandlung kaum leisten. Bloch reduzierte deshalb seine Kosten und verzichtete teilweise sogar auf sein Honorar. Für ihn war es keine außergewöhnliche Heldentat. Er tat, was er bei vielen armen Patienten getan hatte. Doch Adolf Hitler vergaß diese Geste nie.
Am 21. Dezember 1907 starb Klara Hitler im Alter von 47 Jahren in Linz. Für ihre Familie war es ein schwerer Verlust. Für Eduard Bloch war es der Tod einer Patientin, die er über Monate begleitet hatte. Er konnte damals unmöglich ahnen, dass der Sohn dieser Frau eines Tages zu einem der mächtigsten und gefährlichsten Männer Europas werden würde. Noch weniger konnte er wissen, dass genau diese alte ärztliche Beziehung Jahrzehnte später sein eigenes Leben retten würde.
Adolf kehrte nach dem Tod seiner Mutter nach Wien zurück. Er wollte Künstler werden. Die Wiener Akademie der bildenden Künste hatte ihn bereits einmal abgelehnt, und ein weiterer Versuch sollte ebenfalls scheitern. Seine Zeichnungen wurden nicht für gut genug befunden. Sein Leben nahm eine völlig andere Richtung, als er es sich vorgestellt hatte. Er lebte zeitweise in schwierigen Verhältnissen und verdiente Geld mit Aquarellen und Skizzen.
Doch bevor er Linz endgültig hinter sich ließ, wollte er Eduard Bloch seine Dankbarkeit zeigen. Er schrieb ihm und schickte ihm selbstgemachte Bilder. Für den jungen Hitler war Bloch nicht einfach irgendein Arzt gewesen. Er war der Mann gewesen, der seine Mutter behandelt hatte, der die Familie finanziell entlastet hatte und der Klara bis zu ihrem Tod begleitet hatte.
Bloch selbst erinnerte sich später an Adolf als einen jungen Patienten, der höflich, ruhig und auffallend melancholisch gewesen sei. Er beschrieb ihn als gut erzogen und geduldig. Diese Erinnerungen sind besonders beklemmend, weil sie von einer Zeit erzählen, in der Hitler noch nicht der Diktator war, den die Welt später kennenlernen sollte. Bloch sah damals nicht den zukünftigen Führer des nationalsozialistischen Deutschlands. Er sah den Sohn einer kranken Patientin.
Diese Unterscheidung ist entscheidend.
Denn die Geschichte von Eduard Bloch beginnt Jahrzehnte vor dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Sie beginnt in einer Arztpraxis, in einem österreichischen Haushalt und bei einer Familie, die nicht ahnen konnte, was die Zukunft bringen würde.
Im Mai 1913 ging Hitler nach München. Weniger als ein Jahr später begann der Erste Weltkrieg. Hitler meldete sich freiwillig zum Militärdienst. Er wurde verwundet, erhielt Auszeichnungen und erlebte das Ende des Kaiserreichs und die deutsche Niederlage. Diese Erfahrungen wurden später zu einem zentralen Bestandteil seines politischen Selbstbildes.
Nach dem Krieg radikalisierte er sich.
1919 arbeitete Hitler zunächst für die bayerische Militärverwaltung. Dort sollte er politische Bewegungen beobachten und Soldaten über antikommunistische Themen informieren. Doch seine Tätigkeit entwickelte sich schnell in eine andere Richtung. Hitler begann, antisemitische Reden zu halten. Aus einzelnen Vorurteilen wurde eine politische Ideologie. Juden wurden in seinen Reden zunehmend als Feinde dargestellt.
Im Oktober 1919 trat Hitler der Deutschen Arbeiterpartei bei, aus der später die NSDAP hervorging. Er erkannte schnell, dass seine Fähigkeit zu sprechen und Massen emotional zu erreichen, ihm politische Macht verschaffen konnte. Seine Reden wurden aggressiver. Seine Botschaften wurden radikaler. Er versprach den Deutschen nationale Größe, wirtschaftliche Erholung und die Beseitigung vermeintlicher innerer Feinde.
Der Mann, der einst bei Eduard Bloch im Wartezimmer gesessen hatte, war verschwunden.
Oder vielleicht hatte Bloch nur eine Seite eines Menschen gesehen, dessen spätere Entwicklung er niemals hätte vorhersehen können.
1921 wurde Hitler zum dominierenden Kopf der NSDAP. In den folgenden Jahren baute er seine politische Bewegung aus. Nach dem gescheiterten Putsch von 1923 wurde er inhaftiert, doch die Niederlage bedeutete nicht das Ende seiner Karriere. Er änderte seine Strategie. Statt die Macht sofort mit Gewalt zu übernehmen, wollte er sie über politische und institutionelle Wege erreichen.
1932 wurden die Nationalsozialisten zur stärksten politischen Kraft im Reichstag. Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler. Von diesem Moment an veränderte sich Deutschland mit atemberaubender Geschwindigkeit.
Demokratische Institutionen wurden zerstört.
Politische Gegner wurden verfolgt.
Die Presse wurde kontrolliert.
Die Gesellschaft wurde gleichgeschaltet.
Und die jüdische Bevölkerung geriet zunehmend unter staatlichen Druck.
Für Eduard Bloch musste die Entwicklung wie eine Katastrophe wirken. Er war österreichischer Jude. Er hatte sein gesamtes Erwachsenenleben in Linz verbracht. Er hatte Menschen behandelt, die ihm vertrauten. Er hatte sich als Teil der Gesellschaft verstanden. Doch nun wurde seine Religion zunehmend zum Grund für Ausgrenzung.
Der Nationalsozialismus unterschied nicht zwischen Menschen aufgrund ihrer persönlichen Beziehungen. Er definierte Juden als rassische Feinde. Gesetze nahmen ihnen Rechte. Berufe wurden eingeschränkt. Eigentum wurde bedroht. Die gesellschaftliche Isolation nahm zu.
Und dann kam der März 1938.
Am 12. März überschritten deutsche Truppen die Grenze nach Österreich.
Es kam zu keinem militärischen Widerstand.
Stattdessen wurden deutsche Soldaten vielerorts mit Begeisterung empfangen. Menschen standen an Straßenrändern. Blumen wurden verteilt. Hitler fuhr nach Linz und später nach Wien. Die Bilder der jubelnden Menge gingen durch die deutsche Propaganda.
Doch während ein Teil der Bevölkerung jubelte, begann für andere Menschen der Albtraum.
Juden.
Politische Gegner.
Anhänger der bisherigen österreichischen Regierung.
Menschen, die erkannten, was die neue Herrschaft bedeutete.
Viele versuchten zu fliehen.
Grenzen wurden plötzlich zu Auswegen aus einem Land, das sich innerhalb weniger Tage grundlegend verändert hatte.
Die nationalsozialistische Propaganda präsentierte den Anschluss als Vereinigung aller Deutschen.
Doch für Österreichs jüdische Bevölkerung bedeutete er den Beginn einer neuen Welle von Verfolgung.
Menschen wurden auf offener Straße gedemütigt.
Juden wurden gezwungen, öffentliche Flächen zu reinigen.
Geschäfte wurden enteignet.
Angst wurde zum Alltag.
Eduard Bloch blieb in Linz.
Er war inzwischen 66 Jahre alt.
Und dann geschah etwas, das ihn von fast allen anderen österreichischen Juden unterschied.
Adolf Hitler erinnerte sich an ihn.
Bloch wusste vermutlich selbst, wie außergewöhnlich und gefährlich seine Lage war. Deshalb schrieb er Hitler einen Brief und bat um Hilfe. Es war eine verzweifelte Entscheidung. Der Mann, der inzwischen die Macht über Deutschland und Österreich besaß, war derselbe Mann, dessen Mutter Bloch drei Jahrzehnte zuvor behandelt hatte.
Die Antwort aus Berlin sollte Blochs Leben verändern.
Hitler ordnete an, dass der Arzt nicht belästigt werden dürfe.
Bloch erhielt einen besonderen Schutzstatus.
Die Gestapo wurde angewiesen, ihn und seine Familie nicht wie andere jüdische Bürger zu behandeln.
Für Bloch musste diese Situation surreal gewesen sein.
Um ihn herum wurden Menschen verfolgt.
Er selbst durfte weiter in seinem Haus leben.
Die Behörden wussten, wer er war.
Und sie wussten, dass Hitler persönlich nach seinem Wohlergehen gefragt hatte.
Hitler soll Bloch als einen „edlen Juden“ bezeichnet haben und die Vorstellung geäußert haben, eine sogenannte „Judenfrage“ würde nicht existieren, wenn alle Juden so wären wie Bloch.
Diese Aussage enthüllt mehr über Hitlers Denken, als sie auf den ersten Blick erkennen lässt.
Bloch wurde nicht geschützt, weil das Regime plötzlich seine rassistische Ideologie aufgegeben hätte.
Er wurde geschützt, weil Hitler eine persönliche Erinnerung an ihn hatte.
Das war keine Anerkennung jüdischer Gleichheit.
Es war eine Ausnahme.
Eine persönliche Ausnahme innerhalb eines Systems, das Millionen Menschen gerade ihre Menschlichkeit absprach.
Und selbst diese Ausnahme war nicht grenzenlos.
Am 28. März 1938 erschienen Gestapo-Beamte bei Bloch.
Sie wussten von den Erinnerungsstücken, die der Arzt von Hitler erhalten hatte.
Postkarten.
Ein Gemälde.
Private Geschenke.
Die Beamten verlangten, diese Gegenstände zu sehen.
Bloch musste sie herausgeben.
Die Postkarten wurden beschlagnahmt.
Das Gemälde war zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht mehr im Besitz der Familie.
Der Besuch zeigte Bloch, dass sein Schutz jederzeit von der Macht anderer Menschen abhing.
Er war sicher, solange Hitler ihn schützen wollte.
Aber was geschah, wenn sich diese Entscheidung änderte?
Diese Frage musste wie ein Schatten über der Familie gelegen haben.
Fast drei Jahre lang konnte Bloch mit seiner Frau in Linz bleiben.
Doch Österreich war nicht mehr das Land, in dem er sein ganzes Leben verbracht hatte.
Die politische Realität wurde immer gefährlicher.
Die Nürnberger Gesetze und die zunehmende Enteignung jüdischen Eigentums hatten gezeigt, dass es keine normale Zukunft mehr geben würde.
Bloch wollte zu seiner Tochter Trude.
Sie war vor dem Krieg in die Vereinigten Staaten ausgewandert und lebte in New York.
Doch auch eine Flucht war für einen jüdischen Bürger des nationalsozialistischen Herrschaftsbereichs keineswegs einfach.
Papiere.
Genehmigungen.
Geld.
Besitz.
Grenzen.
Alles konnte zum Hindernis werden.
Bloch wandte sich erneut an Hitler.
Und wieder intervenierte Hitler.
Martin Bormann, einer der wichtigsten Männer in Hitlers persönlicher Umgebung, überwachte die Angelegenheit.
Für Bloch war dies kaum zu begreifen.
Während andere jüdische Familien verzweifelt um Ausreisepapiere kämpften, wurden seine Formalitäten erleichtert.
Er durfte sein Haus zu einem vergleichsweise günstigen Marktwert verkaufen.
Unter den Bedingungen der damaligen Zeit war das außergewöhnlich.
Viele jüdische Familien waren gezwungen worden, ihr Eigentum weit unter Wert abzugeben.
Bloch hatte zumindest die Möglichkeit, einen Teil seiner finanziellen Grundlage zu sichern.
Im Oktober 1940 verließen Eduard und Lilli Bloch schließlich Europa.
Ihre Reise führte zunächst nach Lissabon.
Portugal war neutral geblieben.
Von dort konnten sie auf einem spanischen Ozeandampfer in die Vereinigten Staaten reisen.
Als Bloch europäischen Boden endgültig hinter sich ließ, ließ er nicht nur Österreich zurück.
Er ließ eine Welt zurück, die er über Jahrzehnte als seine Heimat betrachtet hatte.
Er war Arzt gewesen.
Ehemann.
Vater.
Nachbar.
Bürger.
Nun war er ein Flüchtling.
Und irgendwo hinter ihm lag ein Land, in dem Millionen Menschen nicht dieselbe Möglichkeit zur Flucht erhalten hatten.
FORTSETZUNG FOLGT …


