Als ich nach Hause kam, fand ich meine Frau in einem Zustand, den ich in 38 Jahren Ehe nie gesehen hatte. Ihr Gesicht war bleich, ihre Hände zitterten, und aus ihrer Kehle drang nur ein ersticktes…

Als ich nach Hause kam, fand ich meine Frau in einem Zustand, den ich in 38 Jahren Ehe nie gesehen hatte. Ihr Gesicht war bleich, ihre Hände zitterten, und aus ihrer Kehle drang nur ein ersticktes...

Es war kein normales Weinen. Es war ein ersticktes Stöhnen, als würde jemand versuchen, nicht zu schreien, während seine Seele in zwei Teile zerrissen wird. Ich kam gerade von der Arbeit nach Hause und als ich die Tür öffnete, hörte ich es. Meine Frau Heike saß am Rand des Sofas, die Arme um sich selbst geschlungen.

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Ihr Gesicht war kreidebleich und ihre Augen völlig verloren. Als sie mich sah, wollte sie aufstehen, aber ihre Beine gehorchten nicht. Sie konnte nur den Blick heben und die Lippen bewegen, ohne einen Laut hervorzubringen. In diesem Moment wusste ich, dass etwas Entsetzliches passiert war.

Ich rannte zu ihr, ließ meine Aktentasche fallen und kniete vor ihrem zitternden Körper nieder. Wir teilten achtunddreißig Jahre Ehe. Krankheiten, Schulden, Kinder, Beerdigungen, Lachen und Verluste. Aber so hatte ich sie noch nie gesehen.

Ihre Hände waren kalt und starr, und jedes Mal, wenn sie zu sprechen versuchte, brachte ihre Kehle nur einen schwachen Klagelaut hervor, wie einen gebrochenen Seufzer. Ich fragte sie, einmal, zweimal, dreimal, was geschehen war, aber sie konnte nicht antworten. Sie weinte ohne Tränen, als wäre der Schmerz zu groß, um durch ihre Augen zu dringen. Dann erschien meine Tochter Lena im Flur.

Sie ging schnell, nervös, das Handy in der Hand. Ihre Atmung war unruhig, ihre Haare zerzaust. Sie sah mich an und sagte hastig: „Papa!