August 1941. Die deutsche Wehrmacht war tief in die Sowjetunion vorgedrungen, und hinter der Frontlinie arbeiteten die mobilen Mordkommandos der SS, die Einsatzgruppen, mit erschreckender Effizienz. Sie waren nicht gekommen, um Städte zu verwalten oder Ordnung zu schaffen. Ihr Auftrag war die Vernichtung.

Ein Ort nach dem anderen wurde zum Schauplatz von Massenerschießungen. Eine Stadt rund achtzig Kilometer südlich von Kiew mit etwa fünfunddreißigtausend Einwohnern fiel am sechzehnten Juli kampflos in die Hände der sechsten Armee. Sie hieß Bila Zerkwa, aber dieser Name sollte bald zum Synonym für ein Verbrechen werden, das selbst unter Militärgeistlichen Entsetzen auslöste. Die sechste Armee, die als beste Feldarmee der Wehrmacht galt, hatte die Stadt während ihres rasanten Vormarsches auf die ukrainische Hauptstadt eingenommen.
Widerstand gab es kaum. Die Besatzung brachte keine Stabilität, keine zivile Verwaltung, keine Ordnung. Stattdessen folgte kurz nach der Einnahme ein kleines SS-Kommando, eine Untereinheit der Einsatzgruppe C, den Truppen in das Gebiet. Diese Einheit war für die sogenannte politische Sicherung hinter der Front verantwortlich.
In der Praxis bedeutete das nichts anderes als die systematische Ermordung von Juden, Kommunisten und allen, die nach nationalsozialistischer Vorstellung nicht existieren sollten. Angeführt wurde dieses Teilkommando von SS-Obersturmführer August Häfner. Seine Männer bestanden aus Angehörigen der Einsatzgruppe C, einem Zug der Waffen-SS und örtlich angeworbenen ukrainischen Hilfskräften. Zwischen dem neunzehnten und zwanzigsten August wurden Massenerschießungen durchgeführt, bei denen fast die gesamte erwachsene jüdische Bevölkerung der Stadt getötet wurde.
Die sechste Armee unterstützte diese Morde logistisch. Sie stellte Fahrer, Wachpersonal, Waffen und Munition bereit. Die Ermordung von Zivilisten war kein Versehen, kein Exzess einzelner fanatischer Offiziere. Sie war geplant, organisiert und wurde mit der vollen Unterstützung der regulären Armee durchgeführt.
Ein junger Offiziersanwärter der Wehrmacht, dessen Einheit in der Nähe stationiert war, beobachtete diese Erschießungen und beschrieb später minutiös, was er gesehen hatte. Er sprach davon, wie vor einer tiefen Grube etwa neun Mädchen oder Frauen knieten, den Blick direkt in die Grube gerichtet. In der Nähe warteten weitere Menschen, die als Nächstes an der Reihe sein würden. Der Offiziersanwärter war beeindruckt von der Ruhe und Disziplin dieser Menschen, von ihrer Gefasstheit angesichts des Todes.
Hinter jeder der knienden Frauen standen zwei Männer. Es waren SS-Leute. Auf Befehl des ranghöchsten Offiziers schossen sie ihnen mit Karabinern in den Kopf. Er sah, wie die Menschen vornüber in die Grube fielen, wie sich manche noch umdrehten, wie bei anderen die Schädeldecke weggerissen wurde.
Die Schützen war mit Blut bespritzt. Sie feuerten aus einer Entfernung von ungefähr fünf Metern. Der Anblick war entsetzlich. Der Offiziersanwärter erinnerte sich, dass der ranghöchste SS-Mann mit einer Maschinenpistole in die Grube schoss, während er am Rand entlangging.
Als das Eisengitter später geöffnet wurde, trat er näher und sah die Lachen aus geronnenem Blut vor dem Grab. Er stieg nicht hinunter, aber er konnte die Dimensionen erkennen. Die Grube war etwa sieben bis acht Meter lang, etwas mehr als zwei Meter breit und mehrere Meter tief. Leichen lagen in Schichten übereinander, nur dünn mit Erde bedeckt.
Während er dort stand, ging ein SS-Mann um die Grube herum und gab Verwundeten den sogenannten Gnadenschuss. An diesem ersten Abend sah er, wie ungefähr 162 Menschen auf diese Weise getötet wurden. Immer neun auf einmal. Die nächsten neun mussten warten, bis sie nach vorn geführt wurden.
Die zum Tode Bestimmten bewegten sich wie in einem Zug zur Grube, ruhig und gefasst. Nur zwei Frauen sah er weinen. Die Erschießungen fanden immer am Abend statt, gegen sechs Uhr. Der Offiziersanwärter war etwa sechs Wochen in Bila Zerkwa und wurde persönlich Zeuge von sechs solcher Massenerschießungen.
Möglicherweise wurden dabei achthundert bis neunhundert Menschen getötet. Noch Jahre später hatte er das Bild vor Augen, wie er ein Stück Kopfhaut mit grauen Haaren in der Hand hielt, das nicht weit vom Grab gelegen hatte, fortgeschleudert von den Kugeln. Zuerst wurden die Frauen erschossen. Er erinnert sich, zwei Kinder gesehen zu haben.
Doch damit war das Verbrechen noch nicht abgeschlossen. Die grausamste Phase stand noch bevor. Nach der Ermordung der erwachsenen jüdischen Bevölkerung von Bila Zerkwa setzten die Täter ihre Arbeit fort. Am zwanzigsten August waren etwa neunzig jüdische Kinder, einige erst wenige Monate alt, andere bis zu sieben Jahren, in einem Schulgebäude der Stadt eingesperrt worden.
Ihre Eltern waren am Vortag erschossen worden. Deutsche Soldaten, die in der Nähe stationiert waren, konnten das Weinen der Kinder nicht ertragen. Es hörte seit dem Mittag des Vortages nicht auf. Sie informierten die Militärgeistlichen der 295.
Infanteriedivision, die eher zufällig davon hörten oder von den Soldaten direkt darauf angesprochen wurden. Als die evangelischen und katholischen Geistlichen der Division das Gebäude betraten, trafen sie auf Zustände, die sie später als unerträglich beschrieben. Es waren junge Männer, Frontpfarrer, die den Krieg kannten und viel gesehen hatten. Doch was sie hier sahen, übertraf alles.
Die Kinder lagen oder saßen auf einem Boden, der mit Exkrementen bedeckt war. Fliegen bedeckten die Beine und Unterkörper der halb bekleideten Kleinen. Einige der älteren Kinder kratzten den Kalk von den Wänden und aßen ihn, aus Hunger. Die Luft war erfüllt von einem stechenden Gestank, und die kleinsten Kinder, Säuglinge von wenigen Monaten, schrien und wimmerten unaufhörlich.
Zwei Männer, offenbar Juden, die zurückgelassen worden waren, versuchten den Raum zu reinigen, aber es war aussichtslos. In einem angrenzenden Raum wurden mehrere Frauen festgehalten. Eine von ihnen hielt einen Säugling auf dem Arm. Ihr Schicksal war noch nicht entschieden, aber es hing an einem seidenen Faden.
Das Gebäude wurde von einem etwa sechzehn- oder siebzehnjährigen Ukrainer bewacht, der nach einem Bericht nur mit einem Stock bewaffnet war, während Kollaborateure mit Gewehren danebenstanden. Ein Soldat, der Zeuge der Zustände wurde, murmelte, dass auch er Kinder zu Hause habe. Die Geistlichen waren erschüttert. Sie meldeten ihre Beobachtungen dem örtlichen Kommandanten, doch der verwies auf höhere Stellen.
Die Verantwortung lag nicht bei ihm. Sie suchten den Feldkommandanten und fanden ihn nicht, also reichten sie einen schriftlichen Bericht beim Kommandeur der 295. Infanteriedivision ein. Ihre Stimme sollte gehört werden.
Sie waren keine Widerstandskämpfer, keine politischen Feinde des Regimes. Sie waren Militärpfarrer, die ihren Eid geleistet hatten, aber auch einem anderen Auftrag folgten, einem göttlichen. Sie konnten nicht schweigen. Die Angelegenheit wurde daraufhin vom Chef des Stabes der Division, Oberstleutnant Helmuth Groscurth, in Absprache mit Vertretern des SD behandelt.
Groscurth war kein Gegner des Nationalsozialismus im klassischen Sinne, aber er war entsetzt über das, was die Geistlichen berichtet hatten. Er versuchte, die Erschießung der Kinder zu verhindern. Er leitete Anfragen die Befehlskette hinauf, suchte Argumente, versuchte Zeit zu gewinnen. Er argumentierte moralisch, militärisch, taktisch.
Doch die endgültige Entscheidung traf Generalfeldmarschall Walter von Reichenau, der damalige Oberbefehlshaber der sechsten Armee. Reichenau wies die Einwände zurück. Er bestätigte, dass die Erschießung der Kinder fortgesetzt werden müsse. Die begonnene Aktion sei ordnungsgemäß zu Ende zu führen.
Kinder, die von ihrer Mutter getrennt wurden, seien eine Gefahr, so wurde argumentiert, eine Belastung für die Truppe, ein Hindernis. Gnade war nicht vorgesehen. Die Ermordung der Kinder wurde später im Verhör von August Häfner beschrieben. Er erklärte, er habe von SS-Standartenführer Paul Blobel den Befehl erhalten, die Kinder erschießen zu lassen.
Blobel war Kommandeur des Sonderkommandos 4A, einer weiteren Untereinheit der Einsatzgruppe C. Häfner, der selbst an Massenerschießungen beteiligt war, gab an, gegen diesen Befehl Einwände erhoben zu haben. Er fragte, wie man von jungen Soldaten verlangen könne, kleine Kinder zu erschießen. Er schlug vor, stattdessen die ukrainische Hilfspolizei einzusetzen, die deutsche Soldaten von dieser Last zu befreien.
Der Vorschlag wurde angenommen. Doch das Ergebnis war dasselbe. Die Kinder wurden getötet, nur von anderen Händen. Nach seiner Aussage war eine Grube im Voraus von deutschen Soldaten ausgehoben worden.
Die Kinder wurden mit einem Kettenfahrzeug zur Hinrichtungsstätte gebracht. Die ukrainischen Hilfskräfte standen in der Nähe und zitterten sichtbar, als sie die Kinder aus dem Fahrzeug holten. Sie stellten die Kinder an den Rand der Grube und erschossen sie so, dass sie unmittelbar hineinfielen. Häfner beschrieb die Schreie als unvorstellbar.
Er erklärte, einige der Kinder seien vier- oder fünfmal getroffen worden, bevor sie starben. Die Erschießungen fanden am späten Nachmittag statt, gegen halb vier oder vier Uhr. Der Offiziersanwärter, der bereits die Erwachsenenerschießungen beobachtet hatte, war bei den Kindern nicht dabei. Aber die Geistlichen, die den verzweifelten Versuch unternommen hatten, diese Exekution zu verhindern, mussten mit dem Ergebnis leben.
Sie hatten ihre Stimme erhoben, ihre Berichte geschrieben, ihre Vorgesetzten alarmiert. Am Ende blieb alles ohne Wirkung. Die sechste Armee, an deren Spitze ein Mann stand, der den Befehl zur Vernichtung erteilt hatte, setzte ihren Vormarsch fort. Die Wehrmacht war nicht nur in einen Vernichtungskrieg verwickelt.
Sie war ein aktiver Teil davon. Mit der Ermordung der Kinder erreichten die Morde in Bila Zerkwa ihre letzte und offenste Phase. Es wird geschätzt, dass während der deutschen Besatzung mehr als fünftausend Juden in dieser einen Stadt ermordet wurden. Eine Stadt, die am sechzehnten Juli kampflos eingenommen worden war, die keine strategische Bedeutung hatte, die einfach nur im Weg lag.
Die sechste Armee leistete logistische Unterstützung für all diese Morde. Sie stellte Fahrzeuge, Personal, Waffen. Sie wusste, was geschah. Sie hatte die Berichte der Geistlichen gelesen.
Sie antwortete mit einem Befehl, der die Vernichtung bestätigte. Viele der Verantwortlichen wurden niemals vor Gericht gestellt. Sie kehrten in ihre Heimat zurück, lebten weiter, arbeiteten, starben im Bett. Aber zumindest einige von ihnen holte die Justiz ein.
Paul Blobel, der Kommandeur des Sonderkommandos 4A, der den Befehl zur Ermordung der Kinder erteilt hatte, wurde nach dem Krieg im Einsatzgruppenprozess, dem neunten der Nürnberger Nachfolgeprozesse, angeklagt. Er wurde wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt und 1951 hingerichtet. Ein Verfahren gegen ihn war nicht Teil des ursprünglichen Prozesses, aber er wurde zusätzlich angeklagt, weil er an der Spitze einer Einheit stand, die für den Tod von mehr als zehntausend Menschen verantwortlich war. Generalfeldmarschall Walter von Reichenau wurde nie vor Gericht gestellt.
Er starb im Januar 1942 an der Ostfront an einem Herzinfarkt, gefolgt von einem tödlichen Schlaganfall während eines Nottransports nach Deutschland. Seine Leiche wurde zurückgebracht, aber das Grab ist bis heute unbekannt. Er hatte den Befehl erteilt, dass die Ermordung der Kinder ordnungsgemäß zu Ende zu führen sei. Er starb nie auf einer Anklagebank.
Er starb in einem Flugzeug, auf dem Weg nach Hause. Die sechste Armee, einst als beste Feldarmee der Wehrmacht angesehen, wurde bei Stalingrad vernichtet. Zwischen dem einunddreißigsten Januar und dem zweiten Februar 1943 kapitulierte sie vor der Roten Armee. Die deutschen Verluste beliefen sich auf 147.
200 Gefallene und Verwundete sowie über 91. 000 Gefangene, darunter 24 Generäle und etwa 2. 500 Offiziere. Von den Gefangenen kehrten nach dem Krieg nur fünftausend bis sechstausend nach Deutschland zurück.
Die übrigen starben in sowjetischer Gefangenschaft an Hunger, Krankheit, Erschöpfung und Kälte in Lager im gefrorenen Inneren der Sowjetunion. Unter ihnen befand sich Oberstleutnant Helmuth Groscurth, der Mann, der 1941 versucht hatte, die Ermordung der jüdischen Kinder in Bila Zerkwa zu verhindern. Entsetzt über die Morde hatte er an seine Frau geschrieben: „Wir dürfen und sollen diesen Krieg nicht gewinnen. ” Es war ein Satz, der unter dem Nationalsozialismus als Hochverrat galt.
Groscurth war kein Held im klassischen Sinne, kein Widerstandskämpfer, der Bomben legte. Er war ein Offizier, der versuchte, eine einzelne Exekution zu verhindern, und scheiterte. Er wurde mit seiner Division nach Stalingrad geschickt. Nach der Kapitulation erkrankte er an Typhus und starb am siebten April 1943 in sowjetischer Gefangenschaft.
Die Geschichte von Bila Zerkwa zeigt, wie schnell die Grenzen zwischen Soldat und Mörder, zwischen Befehl und Verbrechen, verschwimmen können. Die Geistlichen, die sich wehrten, wurden übergangen. Groscurth, der sich wehrte, wurde ignoriert. Die Kinder wurden getötet, weil ein Feldmarschall entschied, dass die Aktion ordnungsgemäß zu Ende zu führen sei.
Die Männer, die den Befehl ausführten, waren keine sadistischen Monster im Sinne der Propaganda. Es waren junge Soldaten, ukrainische Hilfskräfte, die zitterten, als sie die Kinder zum Rand der Grube führten. Es waren Offiziere, die ihre Karriere nicht gefährden wollten. Es gab nur wenige, die ihre Stimme erhoben.
Und diejenigen, die es taten, wurden nicht gehört. Die Erinnerung an die weinenden Kinder, an die Fliegen auf den Beinen der Säuglinge, an den Gestank von Exkrementen und Tod, blieb bei den Überlebenden. Die Geistlichen, die das Schulgebäude betraten, trugen diese Bilder bis an ihr Lebensende. Sie hatten versucht zu handeln, hatten Berichte geschrieben, hatten argumentiert.
Aber am Ende waren sie machtlos gegen eine Maschinerie, die nicht aufhören wollte. Bila Zerkwa wurde später von der Roten Armee befreit, aber die Spuren des Massakers blieben. Massengräber wurden gefunden, Zeugen wurden befragt, Täter wurden gesucht. Einige wurden gefunden, andere nicht.
Paul Blobel wurde hingerichtet, August Häfner tauchte unter, lebte jahrzehntelang unter falschem Namen und wurde erst in den sechziger Jahren gefasst. Er wurde in mehreren Prozessen verhört, aber zu einer langen Haftstrafe wurde er nicht verurteilt. Er starb 1981, kurz nachdem er in einem weiteren Verfahren aussagen sollte. Die Justiz holte ihn nicht mehr ein.
Er starb als freier Mann. Als der Zweite Weltkrieg am 1. September 1939 begonnen hatte, mit dem Überfall auf Polen, war niemand in der Lage gewesen, das Ausmaß der Verbrechen vorherzusehen. Als Deutschland am 22.
Juni 1941 die Sowjetunion überfiel, wurde aus einem Eroberungskrieg ein Vernichtungskrieg. Die Einsatzgruppen folgten den Kampftruppen und mordeten systematisch. Bis zum Ende des Krieges hatten sie Hunderttausende Menschen getötet. Bila Zerkwa war nur eine Station, nur ein Name unter vielen.
Aber er steht für das, was passiert, wenn Menschen zu Nummern werden, wenn Kinder zu einer „Last” für die Truppe werden, wenn ein Befehl wichtiger wird als ein Leben. Die sechste Armee, die diese Morde unterstützte, war auch die Armee, die bei Stalingrad unterging. Vielleicht war das auch eine Art von Gerechtigkeit. Die Männer, die in Bila Zerkwa die Gruben ausgehoben und die Kinder zum Rand geführt hatten, zitterten.
Aber sie gehorchten. Sie haben nicht gefragt, nicht gezögert, nicht verweigert. Sie haben geschossen. Und als die Wende kam, als die Sowjets angriffen, als der Hunger und die Kälte sie einholten, gab es keinen Befehl, der sie retten konnte.
Sie starben in Gefangenschaft, an Typhus, an Erschöpfung, an der Kälte. Unter ihnen war auch der Mann, der versucht hatte, die Kinder zu retten. Sein Name wurde in den Akten erwähnt, seine Bemühungen wurden dokumentiert, aber am Ende änderte es nichts. Die Geschichte bleibt eine Mahnung.
Sie zeigt, wie leicht Menschen in moralische Abgründe stolpern, wie schnell aus einem „Befehl” eine Ausrede wird, wie schwach die Stimme der Vernunft gegenüber der Macht der Struktur ist. Die Kinder von Bila Zerkwa wurden ermordet, weil ein Mann entschied, dass es ordnungsgemäß sei. Sie schrien, aber niemand konnte sie hören, oder niemand wollte sie hören.
Die Grube wurde gefüllt, die Erde wurde aufgeschichtet, und der Vormarsch ging weiter.


