Ich war sieben Jahre alt, als mein Vater mich mitnahm nach Dachau, ins Konzentrationslager. Wir sahen die Gärten, die Birnenbäume, die Bilder der Häftlinge. Danach gab es reichlich zu essen. „Es…

Ich war sieben Jahre alt, als mein Vater mich mitnahm nach Dachau, ins Konzentrationslager. Wir sahen die Gärten, die Birnenbäume, die Bilder der Häftlinge. Danach gab es reichlich zu essen. „Es...

Am 29. April 1945 befreiten Soldaten der 45. Infanteriedivision das Konzentrationslager Dachau. Eine Woche vor dem Ende des Krieges in Europa.

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Der Geruch von verwesenden Leichen und menschlichen Exkrementen hing über allem, viele Soldaten weinten oder übergaben sich. Sie fanden Berge abgemagerter Leichen, mehr als dreißig Eisenbahnwaggons voller Toter und rund dreißigtausend Überlebende, die wie wandelnde Skelette wirkten. Viele von ihnen waren krank und würden in den folgenden Monaten an Typhus und Hunger sterben. Vier Jahre früher hatte ein junges Mädchen dieses Lager besucht.

In ihrem Tagebuch schrieb sie an diesem Tag: „Heute waren wir im SS-Konzentrationslager Dachau. Wir sahen die Gartenarbeiten, die Birnenbäume und alle Bilder, die von den Häftlingen gemalt worden waren. Wundervoll. Danach hatten wir reichlich zu essen.

Es war sehr schön. “

Dieses Mädchen war Gudrun Himmler, die Tochter von Heinrich Himmler, dem Reichsführer SS und nach Hitler zweitmächtigsten Mann des nationalsozialistischen Deutschlands. Sie wurde am 8. August 1929 in München geboren.

Für ihre Eltern blieb sie immer „Püppi“, ihr einziges leibliches Kind, obwohl sie später einen adoptierten Bruder bekam. Während ihre Mutter mit ihr am Tegernsee in den Bayerischen Alpen lebte, hielt sich Heinrich Himmler meistens in Berlin auf, wo er eine Affäre mit seiner Sekretärin Hedwig Potthast hatte. Als seine Ehefrau davon erfuhr, war sie gedemüchtigt und verbittert. Gudrun erfuhr erst nach dem Krieg von ihren Halbgeschwistern, doch als sie Kontakt suchte, verweigerte Hedwig Potthast dies.

. äusserte sich öffentlich kaum dazu. Besonders bekannt wurde ihr Engagement im Fall von Anton Malloth, einem ehemaligen SS-Wachmann im Ghetto Theresienstadt. Vierzig Jahre lang lebte er unbehelligt in Italien, bis er 1988 als Kriegsverbrecher enttarnt und nach Deutschland abgeschoben wurde.

Da keine Ermittlungen gegen ihn eingeleitet wurden, kam er frei und wohnte zwölf Jahre lang in der Nähe von München. Gudrun organisierte für ihn ein komfortables Zimmer in einem Seniorenheim, das auf einem Grundstück stand, das einst Rudolf Hess gehört hatte. äußerte sich öffentlich kaum dazu. Besonders bekannt wurde ihr Engagement im Fall von Anton Malloth, einem ehemaligen SS-Wachmann im Ghetto Theresienstadt.

Vierzig Jahre lang lebte er unbehelligt in Italien, bis er 1988 als Kriegsverbrecher enttarnt und nach Deutschland abgeschoben wurde. Da keine Ermittlungen gegen ihn eingeleitet wurden, kam er frei und wohnte zwölf Jahre lang in der Nähe von München. Gudrun organisierte für ihn ein komfortables Zimmer in einem Seniorenheim, das auf einem Grundstück stand, das einst Rudolf Hess gehört hatte. äusserte sich öffentlich kaum dazu.

Besonders bekannt wurde ihr Engagement im Fall von Anton Malloth, einem ehemaligen SS-Wachmann im Ghetto Theresienstadt. Vierzig Jahre lang lebte er unbehelligt in Italien, bis er 1988 als Kriegsverbrecher enttarnt und nach Deutschland abgeschoben wurde. Da keine Ermittlungen gegen ihn eingeleitet wurden, kam er frei und wohnte zwölf Jahre lang in der Nähe von München. Gudrun organisierte für ihn ein komfortables Zimmer in einem Seniorenheim, das auf einem Grundstück stand, das einst Rudolf Hess gehört hatte.

Sie blieb bis zu ihrem Tod am 24. Mai 2018 in München dem Andenken ihres Vaters und den Werten der nationalsozialistischen Ideologie verbunden. In den 1950er Jahren hatte sie gehofft, in die USA zu reisen, wo sie Dokumente vermutete, die den Namen ihres Vaters reinwaschen könnten.

Doch die Vereinigten Staaten erteilten der Tochter jenes Mannes niemals ein Visum, der Auschwitz gebracht hatte und für den Mord an sechs Millionen europäischen Juden verantwortlich war.